Spindelkühlung

Die Spindelkühlung sorgt bei werkzeugführenden Spindeln dafür, dass die Spindel selbst nicht überhitzt. Tatsächlich ist es wichtig zu wissen, wie genau das Kühlsystem einer Spindel funktioniert und worauf Sie beim Kauf einer Spindel unbedingt achten sollten.

Mit diesen Stoffen erfolgt die Spindelkühlung

Wie so in einigen Bereichen bei der Auswahl verschiedener Spindeln, gibt es auch unterschiedliche Möglichkeiten der Spindelkühlung. Welche jeweils gewählt wird, hängt von der Art der Nutzung der Spindel, aber auch von der Bauart des Werkzeuges ab.

Zur Auswahl stehen hier in aller Regel die folgenden drei Varianten zur Auswahl:

  • Mit Wasser
  • Unter dem Einsatz von Luft
  • Mit Öl

Welcher dieser Stoffe für die Kühlung verwendet wird, liegt auch an der Art der Tätigkeit, die Sie mit der Spindel ausführen. Spindeln, die zusätzlich mit einem Elektromotor angetrieben werden und die dadurch ein erhöhtes Drehmoment und eine höhere Drehzahl erreichen, werden in aller Regel mit Wasser gekühlt.

So ist die Spindelkühlung in den meisten Fällen aufgebaut

In den meisten Fällen erfolgt eine Kühlung der Spindel durch Wasser in einem nah am Strator gelegenen Kühlelement. Dieses wird auch Kühlwendel genannt. Ein solches Kühlwendel ist eine Art gefrästes Innengewinde, das sich im Inneren des Gehäuses um die Motorspindel herumlegt.

Wie genau funktioniert die Spindelkühlung eigentlich?

Das Wasser im Kühlwendel kühlt einerseits das gesamte Gehäuse, aber und vor allen Dingen eben auch die Spindel. Das ist umso wichtiger, je höher die Drehzahlen ist. Denn eine steigende Drehzahl ist auch mit höherer Hitzeproduktion verbunden. Diese muss wieder heruntergekühlt werden, um Schäden an der Werkzeugspindel zu vermeiden. Das passiert eben durch das Kühlmittel in der Kühlwendel.

Die Wärmeabgabe der Spindel erhitzt in der Folge das Kühlmittel, sodass es hier Probleme mit der weiteren Kühlung geben würde. Um dies zu vermeiden, wird der Kühlkreislauf um ein geeignetes Kühlgerät erweitert. Hier wird das Kühlmittel, das durch die erhebliche Wärmeabgabe erhitzt wurde, wieder auf eine brauchbare Temperatur heruntergekühlt. Anschließend fließt das wieder erkaltete Kühlmittel zurück in die Kühlwendel und der Kreislauf startet wieder von vorn.

Warum ist die Spindelkühlung so wichtig?

Das kompakte Gehäuse einer Spindel sorgt grundsätzlich schon einmal für eine schnellere Wärmeentwicklung, da hier nur sehr wenig Raum und damit kühlende Luft im Gehäuseinneren vorhanden ist. Das kann dazu führen, dass einzelne Komponenten der Spindel womöglich überhitzen und dabei möglicherweise einen erheblichen Schaden davontragen.

Zumindest genauso wichtig ist, dass temperaturabhängige Werkstoffe im Ergebnis schlechter oder sogar minderwertig werden können. Das kann beispielsweise passieren, wenn der Werkstoff seine klassischen Eigenschaften nicht mehr beibehalten kann. In diesem Fall kann es sogar so weit kommen, dass einzelne Werkstoffe durch die hohen Hitzeeinwirkungen unbrauchbar werden.

Worauf sollten Sie beim Thema Spindelkühlung unbedingt achten?

Das und warum die Spindelkühlung sehr wichtig ist, haben wir bereits gesehen. Wichtig ist allerdings auch, bei der Art der Kühlung etwas zu beachten. Nämlich die konkrete Zusammensetzung des Kühlmittels. Gerade wenn Sie mit Wasser kühlen, sollten Sie unbedingt auf die Zugabe von Kühlmitteln zu achten. Reines Wasser wird Ihnen hier eher nicht weiterhelfen.

Kommt ein Kühlmittel nicht in der perfekten Zusammensetzung daher, kann das schnell zu Korrosionseffekten in der Kühlwendel führen. Das große Problem dabei: Durch die Korrosionseffekte kann die Kühlwendel blockiert oder sogar ganz zerstört werden. Wenn es bei Ihnen bereits zu einer solchen Blockade gekommen ist – im Idealfall natürlich bereits vorher – sollten Sie sich unbedingt einen Experten richten. Ein solcher kann technische Geräte sichten und Ihnen mitteilen, wie genau der entstandene Schaden aus der Welt geschafft werden kann.

Von vornherein ein besseres Kühlmittel in der optimalen Zusammensetzung zu wählen, ist dabei mit Sicherheit deutlich einfach, als die durch den Einsatz eines minderwertigen Kühlmittels entstandenen Schäden in der Spindelkühlung oder der Spindel bereits selbst beseitigen zu müssen.